Petar empfiehlt:
Das Lied des Achill
Madeline Miller, Eisele Verlag
Obwohl Madeline Miller gerade einmal zwei Bücher veröffentlicht hat, kann ich dennoch mit Sicherheit sagen, dass sie eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen ist.
„Das Lied des Achill“ ist eine Nacherzählung der Ilias, jedoch erzählt aus der Sicht von Patroklos. Sein Leben wird anhand des ungeliebten Sohnes von Menoitios (der in der Argonautensage vorkommt) veranschaulicht, der aus seinem Zuhause verbannt wurde, nachdem er versehentlich einen Adelsburschen umgebracht hat.
Seines Titels entzogen, wächst er unter Aufsicht von König Peleus in Phthia auf, bis er auf Achill trifft und zu seinen Gefährten wird.
Den Rest der Geschichte kennen wir alle. Sie verbleiben auf dem Berg Pelion unter Aufsicht des Zentaur Cheiron, bis sie von Helenas Entführung nach Troja erfahren und die Vorbereitung für den Troja-Krieg startet.

Das besondere an dem Buch ist allerdings nicht einfach die Wiedergabe des Ilias-Epos, sondern Madeline Millers erstaunlich sensible Art, Achills und Patroklos‘ Beziehung darzustellen. Es ist zart, spannungsreich, erotisch, und fühlt sich an, als würde man mit einer warmen Gewichtsdecken überzogen, interlaced mit jeder Menge unvermeidlicher Tragik und Traumata. Die Autorin reißt einem das Herz raus und man verbleibt trotzdem mit dem Verlangen, dass sie noch einmal so eine schöne Geschichte erzählt.
Deutsche Ausgabe:

Das Lied des Achill
von Madeline Miller
Eisele Verlag
Englische Ausgabe:

The Song of Achilles
von Madeline Miller
Bloomsbury Trade

