Petar empfiehlt:
DieBovadium Fragmente
J. R. R. Tolkien, Klett-Cotta | Hobbit Presse
Oxford wurde während der 1950er-Jahre stetig durch den Automobilboom verändert.
Neue Straßen wurden errichtet, Autos besetzten jede Ecke, ihre Abgase vergifteten die Luft und der Charakter der Stadt ging immer mehr verloren.
Tolkien war kein Freund dieser Entwicklung, was sich auch in seinen Werken widerspiegelt.
Ende der 1950er verfasste er dazu „Die Bovadium Fragmente“, eine satirische Fabel als Reaktion auf die damalige Stadtplanung. Der Text lag zwar Anfang der 1960er schon vor, aber veröffentlicht wurde er nie – bis sein Sohn, Christopher Tolkien, den Text im Herbst 2025 herausgebracht hat.

Die Geschichte erzählt vom Fund archäologischer Fragmente einer antiken Stadt, Bovadium, die dem Erdboden gleichgemacht wurde. Die Fragmente berichten über einen „Daemon“, der sich erhoben hat und durch grimmige Maschinen, die „Motores“, die Stadt unterwarf. Die Stadt wurde mit den Maschinen geflutet, die Luft wurde vergiftet, die Menschen wurden abhängig gemacht und versklavt. Darauf folgte der Untergang der Stadt .
Die Geschichte ist kurz, knackig, liest sich angenehm und elegant in typischer Tolkien-Manier.
Der Text wurde ursprünglich auf Latein verfasst und das Buch gibt sowohl den Originaltext als auch die Übersetzung wieder – für alle, die sprachlich daran Interesse haben. Außerdem enthält es ein exklusives Essay des Direktors der Bodleian Library, Richard Ovenden, der die Geschichte Oxfords beleuchtet und Klarheit über den historischen Kontext der Fragmente schafft.
-Petar

Die Bovadium Fragmente
von J. R. R. Tolkien
Klett-Cotta Verlag | Hobbit Presse

