Emilie stellt sich vor!
Für alle, die mich nicht kennen: Ich bin Emilie, 18 Jahre alt. An meinen ersten Besuch in den Seeseiten erinnere ich mich nicht mehr. Auch, warum ich sie kenne, weiß ich gar nicht mehr so genau. Ich weiß aber noch, dass ich mit 15 Jahren hier ein Praktikum machen wollte, nach einer Lesung zu Johannes ging und ihn fragte, ob sie denn einen Lehrling suchten. Die Antwort lautete: „Nein, leider nicht“, da sie derzeit gerade Destina als „Lesling“ hatten. Zu meinem Glück übten meine Schule und meine Eltern keinen Druck auf mich aus und ließen mich selbst entscheiden, was ich denn nun mit meinem Leben anfangen wollte.

Es vergingen zwei Jahre, und als ich im Sommer 2024 in die Buchhandlung spazierte und fragte, ob ich demnächst eine Woche schnuppern kommen könnte, machte eine ehemalige Kollegin gleich einen Termin mit mir aus. Somit war mein Schicksal eigentlich schon besiegelt. Johannes und Bettina waren aufrichtig begeistert von meiner Mitarbeit, und obwohl vorgesehen war, als nächsten Lehrling jemanden zu nehmen, der auch schon die Matura in der Tasche hat, sagte mir Johannes mit einer Sicherheit: „Du, Emilie, wenn’s passt, dann passt’s.“
Nach der Schnupperwoche fuhr ich direkt zu meiner besten Freundin und wir starteten mit meinem Bewerbungsschreiben. Nach viel passiv-aggressivem Herumfeilen war ich endlich zufrieden und traute mich, die Bewerbung für eine Lehrstelle in den Seeseiten an Johannes zu schicken. Da begann aber eigentlich erst der spannende Teil, denn – da muss ich mich jetzt schon für die kleine Bloßstellung entschuldigen: Johannes bedankte sich lediglich für die Bewerbung, und danach war Funkstille. Ich begann, mich nach anderen Lehrstellen umzuschauen, und versendete Bewerbungen. Denn eines müsst ihr noch über mich wissen: Ich habe eine ungesunde Obsession für Krankenhäuser. Darum bewarb ich mich als Verwaltungsassistentin im SMZ Ost.


Als ich ein paar Tage später zufällig einen Post von den Seeseiten auf Instagram sah, in dem am Ende Bettinas E-Mail-Adresse stand, war ich ein bisschen sauer, denn ich konnte sie bis dahin nirgends finden. Ich schickte ihr noch einmal meine Bewerbung, da ich von Johannes keine weitere Nachricht bekommen hatte. Ein paar Tage später warf ich einen Blick in mein Postfach, um nachzusehen, ob ich eine Rückmeldung vom Donauspital erhalten hatte. Ich tippte die erste E-Mail an, ohne richtig zu kontrollieren, von wem sie war. Turns out: Es war eine E-Mail von Bettina und Johannes, in der sie mir mitteilten, dass sie mich sehr gerne als neuen Lesling nehmen würden.
So, jetzt kennt ihr meinen Weg in die Seeseiten. Aber das Allerwichtigste fehlt natürlich noch! Was lese ich gerne? Vielleicht ist es schon manchen von euch aufgefallen, dass es hin und wieder Buchempfehlungen und Neuerscheinungen von New-Adult-Büchern auf unseren Social-Media-Plattformen gibt. Tja, was soll ich sagen? Schuldig! Meine beiden absoluten Lieblingsreihen sind, und die empfahl ich schon einigen Kundinnen, Dunbridge Academy-Reihe von Sarah Sprinz, erschienen bei LYX (New Adult, ab 16 Jahren) und die Empyrean-Reihe von Rebecca Yarros, dtv (Romantasy, ab 16).
Die Dunbridge Academy brachte mich eigentlich wieder zum Lesen und zeigte mir das New-Adult-Genre.
Die Bücher von Sarah Sprinz fordern eine emotionale Reife und beinhalten eine dermaßen breite Palette an Gefühlen, die sie versteht, in Worte zu fassen. Die Dunbridge Academy gefällt mir am besten, da mich die Gemeinschaft des Internats in Schottland an meine ehemalige Schule erinnert, und die Dunbridge nicht nur eine Schule, sondern ein Zuhause ist.Ein Zuhause, in welches alle flüchten können, sobald die erste Seite aufgeschlagen wird. Diese mittlerweile siebenbändige Reihe startet mit dem Band Dunbrige Academy – Anywhere.

Das genaue Gegenteil davon ist die Empyrean-Reihe (auf Deutsch heißt die Reihe „Flammengeküsst“), welche für meine Verhältnisse recht brutal ist. Dennoch denke ich fast täglich an diese geniale Buchreihe, von der bis jetzt drei Teile erschienen sind: Fourth Wing, Iron Flame und Onyx Storm. Das Worldbuilding von Rebecca Yarros war so fantastisch und recht einfach zum Reinkommen, da sie alles erklärt, und, was mir persönlich das Lesen vereinfacht, da sie nicht aus der Perspektive der Erzählerin schreibt, sondern aus der Sicht des Hauptcharakters. Mir fehlen für diese Reihe die Worte. Lest sie und lasst die Bücher für sich selbst sprechen. Ein Fact, der auch noch dafürspricht, die Empyrean-Reihe zu lesen: Meiner 67-jährigen Oma gefielen sie genauso gut wie mir.
Ich darf aber nicht vergessen, dass ich in einer Buchhandlung arbeite, deren Schwerpunkt eher auf Belletristik liegt. Darum begann ich, auch mehr in der „Belle“ rumzuschnüffeln. Mein erstes Buch, das keine Liebesgeschichte beinhaltete, war 25 letzte Sommer von Stephan Schäfer. Ich las es binnen drei Stunden. Stephan Schäfers Worte rührten mich zutiefst und er traf mich mit der Geschichte der beiden Charaktere mitten ins Herz. Ich bemerkte, warum ich nicht so oft zur Belletristik greife: Weil ich beim Lesen gerne aus meiner Welt flüchten und in ein anderes Leben eintauchen möchte. Dafür sind fantastische Bücher oder Romanzen einfach weitaus besser geeignet. „25 letzte Sommer“ kann ich jeder und jedem empfehlen, die oder der ein Buch lesen will, das einen dazu verleitet, über die Zeit, die einem noch bleibt und was man mit ihr anfangen möchte, nachzudenken.
Genres, bei denen ihr am besten meine Kolleginnen und Kollegen fragt, sind Klassiker. Die einzigen Klassiker, die ich bis jetzt gelesen habe, waren Kinderbuchklassiker wie Wir Kinder aus Bullerbü, Der Kleine Prinz oder Pippi Langstrumpf. Krimi und Horror lese ich eher nicht, denn ich bin ein Mensch, der sich sehr schnell gruselt, und Sci-Fi wiederum ist mir zu theoretisch. Sachbücher mag ich auch nicht so gern, denn damit kann ich mich nicht so gut in andere Welten flüchten – und außerdem bin ich Gen Z und meine Aufmerksamkeitsspanne ist sehr kurz.
Neben der Buchhandlung und meinen Büchern liebe ich es, unter Leuten zu sein, die so sind wie ich. Ich koche und backe wahnsinnig gerne (und ich wage zu behaupten: auch sehr gut!) und bin ein leidenschaftlicher Formel-1-Fan. Mein liebstes Backbuch ist übrigens Cozy Baking Time von Theresa Haubs.
Auch wenn ich noch nicht sehr lange in den Seeseiten bin, habe ich schon unzählige großartige Leute kennengelernt und Freundschaften geschlossen. Die Seeseiten Buchhandlung ist nicht nur ein Ort, um Bücher zu kaufen, sondern auch ein Platz, an dem sich Menschen näherkommen und kennenlernen können.
Danke, für eure Aufmerksamkeit (die wahrscheinlich länger als meine ist)!
Hier nochmal Emilies Lieblingsbücher im Überblick:







