Evelyn empfiehlt:
Dungeon Crawler Carl
Matt Dinniman, Fischer Tor Verlag
Stellt euch vor, es ist mitten in der Nacht, ihr lauft nur in Boxershorts und Lederjacke (fragt nicht!) nach draußen in den Schnee, um die Katze eurer Freundin einzufangen – und plötzlich stürzen weltweit alle Gebäude ein. Einfach weg. Die verbliebene Menschheit wird in ein intergalaktisches Dungeon-Spiel verfrachtet, das live im ganzen Universum übertragen wird.
Klingt völlig verrückt? Ist es auch! Nachdem ich aber ein Faible für schräg-absurde Geschichten habe, war die Story genau richtig für mich.

Im Mittelpunkt steht Carl, ein ganz normaler Typ, der plötzlich um sein Überleben kämpfen muss. Und an seiner Seite: Princess Donut, eine preisgekrönte Perserkatze, die durch die Spielregeln plötzlich sprechen kann und eine echte Diva ist. Die Dynamik zwischen den beiden ist einfach göttlich. Während Carl versucht, möglichst nicht getötet zu werden, macht sich Donut Sorgen um ihre Social-Media-Follower im All.
Es ist eine wilde Mischung aus Videospiel-Action, bitterbösem Humor und einer ordentlichen Portion Gesellschaftskritik. Denn hinter all den Monstern und Level-Aufstiegen steckt eine intergalaktische Show, die auf Kosten der Menschen geht. Carl weigert sich aber, nur ein braver Kandidat zu sein – er spielt nach seinen eigenen Regeln (und ja, immer noch ohne Schuhe und Hose!).
„Dungeon Crawler Carl“ ist schräg, es ist brutal, aber es hat überraschend viel Herz. Wer Lust auf ein Abenteuer hat, das so gar nicht in die klassischen Schubladen passt und sich selbst nicht zu ernst nimmt, wird Carl und Donut lieben.

Dungeon Crawler Carl
von Matt Dinniman
Fischer Tor Verlag
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