Bianca empfiehlt – Die Ehefrau

Bianca empfiehlt:
Die Ehefrau

Freida McFadden, Heyne Verlag

Es geht um das scheinbar glücklich verheiratete Paar Victoria und Adam Barnett. Adam sucht nach einer Hilfskraft für Victoria, die seit einem tragischen Unfall im Rollstuhl sitzt und kaum noch sprechen kann. Da kommt Sylvia zum richtigen Zeitpunkt, da sie dringend Geld und einen Job braucht. Aber ist es wirklich nur ein Job, oder hat das Ehepaar etwas zu verbergen?

Victoria lernt bei ihrer Schicht im Krankenhaus den attraktiven Adam kennen. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Nach mehreren Dates fragt er sie, ob sie nicht gleich bei ihm einziehen möchte und kurz darauf folgt die Hochzeit.

Die frisch getrennte Sylvia braucht dringend einen Job, damit sie ihre Miete bezahlen kann. Sie sitzt in einem Lokal und denkt über ihre Situation nach, als sie plötzlich ein keuchendes Geräusch hört und eine Dame vor dem Ersticken rettet. Diese ist aber ganz und gar nicht von ihrer Rettungsaktion begeistert und regt sich bei der Kellnerin auf, dass Sylvia sie angefasst habe und ausrauben wollte. Daraufhin schüttet die Dame ihren Kaffee auf Sylvia. Sie versucht sich zu erklären – vergebens. Die Dame will, dass die Polizei gerufen wird, bis sich eine dritte Person

einschaltet, die alles mitbekommen hat: Adam Barnett. Dieser erklärt ruhig, was passiert ist. Daraufhin rauscht die Dame ab. Sylvia hatte eigentlich vorgehabt, zu einem Vorstellungsgespräch zu gehen, das jetzt aber hinfällig ist, da es sich nicht mehr auszahlt, nach Hause zu fahren und ihre Kleidung zu wechseln, wie sie dem attraktiven Adam ernüchtert erzählt. Wie es das Schicksal will, bietet Adam ihr einen Job an. Es geht um die Betreuung seiner Ehefrau Victoria, die leider einen schlimmen Unfall hatte und nun im Rollstuhl sitzt und pflegebedürftig ist. Sylvia soll sich lediglich um das Essen kümmern und seiner Frau Gesellschaft leisten, damit sie nicht ständig allein ist. Adam arbeitet zwar von zu Hause aus – er ist Schriftsteller – kann sich aber leider nicht permanent um sie kümmern. Zunächst ist Sylvia skeptisch und hat ein mulmiges Bauchgefühl, da der Wohnort sehr abgelegen ist; aber das Angebot, dass sie im Haus wohnen darf und das verlockend hohe Gehalt, das Adam ihr verspricht, hat sie überzeugt.

Als sie Victoria zum ersten Mal trifft, ist sie schockiert. Sie hat im Foyer des Hauses der Barnetts ein wunderschönes Bild von ihr gesehen, das aber nun überhaupt nicht mit der jetzigen Person in Einklang zu bringen ist. Sylvia stellt sich Victoria vor, diese bringt allerdings keinen Satz raus und starrt nur ins Leere.

Victoria deutet Sylvia recht bald an, dass sie ein Tagebuch besitzt, welches Sylvia an sich nehmen soll. Sylvia beginnt zu lesen, während sie im Laufe der Wochen Adam näherkommt und gar nicht glauben kann, was sie da liest. Adam ist doch ganz anders, als Victoria ihn in ihrem Tagebuch beschreibt …

FAZIT: Freida McFadden hat wieder einen fesselnden Thriller geschrieben. Ich musste immer wieder zu den Tagebucheinträgen von Victoria springen, weil ich es teilweise nicht abwarten konnte, was drinsteht. Es bleibt spannend bis zum Schluss. Klare Empfehlung.

Die Ehefrau

von Frieda McFadden

Heyne Verlag